Honig produzieren

Der Waldhonig: Zur Produktion von Waldhonig sammeln die Bienen nicht Nektar aus Blüten, sondern Honigtau. Honigtau geht ausschließlich auf tierische Vermittler zurück. Dies sind Spezialisten, die der Insektenordnung der Schnabelkerfe (Rhynchoten) angehören und durch stechend-saugende Mundwerkzeuge ausgezeichnet sind. Als Honigtauerzeuger kommen hauptsächlich Schildläuse (Coccinen), Blattläuse (Aphiden) mit ihren Untergruppen und seltener Zikaden (Auchenorrhynchen)und Blattflöhe (Psyllinen) in Frage. Zur Produktion von Waldhonig entziehen sie dem Pflanzensaft einen Teil der Nährstoffe und veränderen ihn. Honigtau ist nicht nur ein Filtrat, sondern ein Verarbeitungserzeugnis der Pflanzensauger, so wie der Honig (Waldhonig) ein solches der Bienen ist. Bei dieser Umwandlung verhalten sich nicht alle Sauger gleich – daher kann der Honigtau von der gleichen Pflanze in seiner Zusammensetzung unterschiedlich sein. Daher kommt es auch, dass der Blatthonig der Eiche mal verschmäht und ein anders Mal gesammelt wird – er stammt folglich von unterschiedlichen Saugern. Da der so entstandene Honig sozusagen mehrere Mägen durchlaufen hat, ist er auch besonders reich an wertbestimmenden Inhaltsstoffen, wie z.B. Enzymen. Generell ist Waldhonig dunkel, besonders mineralstoffreich und sehr würzig. Der Tiroler Tannenhonig ist ein bekannter Vertreter von Waldhonig.

Der Wiesenhonig: Wiesenhonig stammt von verschiedenen blütenreichen Pflanzenarten, die Bestandteil der Wiesen in Tirol sind. Abhängig davon, von welchen Pflanzen der Honig stammt, variieren Farbe, Geschmack und Geruch. Seine Farbe bewegt sich von hellgelb und rötlich bis zu den dunklen Nuancen. Der Geschmack hängt von der Pflanzenart, die in der Zusammensetzung des Honigs dominiert, ab und derselbe kann angenehm süß, aber auch etwas bitter sein. Wiesenhonig enthält Enzyme, Mineralien, organische Säuren, Vitamine und andere wertvolle Bestandteile.

Der Waldblütenhonig: Neben dem Waldhonig und dem Wiesenhonig gibt es eine inoffizielle Mischform, der Wald-Blüten-Honig. Er kommt zustande wenn von Bienen, im gleichen Zeitraum sowohl Blüten als auch Bäume anfliegen. Dieser Honig hat noch ein zusätzliche zarte Geschmacksrichtung nach Blumen.

Der Almrosenhonig: Der Almrosenhonig stammt von der Alpenrose aus Gebieten im Hochgebirge um etwa 2.000m Höhe. Es ist ein ganz besonders milder und lieblicher Honig mit zitronigem Geschmack. Der Almrosenhonig ist sehr hell und dünnflüssig.